Autopanne und Reifenpanne



Sie haben es sich auf dem Weg in den Urlaub in Ihrem Camper oder Auto gerade bequem gemacht, die Vorfreude steigt, denn Sie fahren der Entspannung entgegen. Doch plötzlich passiert es: es ruckelt, Sie nehmen komische Geräusche wahr und Ihnen wird klar: Sie müssen anhalten. Bei einer Panne ist das Urlaubsfeeling natürlich schnell verschwunden. Wenn Sie richtig vorgehen, steht Ihrem geplanten Urlaub jedoch nichts im Wege.

Wie Sie sich bei einer Autopanne richtig verhalten und was für Möglichkeiten Sie bei einer Reifenpanne haben erfahren Sie hier.


Korrektes Verhalten bei einer Panne – Checkliste

  1. Sobald Sie bemerken, dass etwas nicht stimmt, schalten Sie Ihren Warnblinker an & reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit
  2. Versuchen Sie, Ihr Fahrzeug möglichst sicher abzustellen. Das kann zum Beispiel eine Haltebucht, ein Parkplatz, oder auf dem Standstreifen sein
  3. Warnweste überziehen – im besten Fall sollten alle Fahrzeuginsassen eine Warnweste tragen
  4. Tiere anleinen bzw. in einer Transportbox verstauen
  5. 5. Verlassen Sie Ihr Fahrzeug immer auf der zum Verkehr abgewandten Seite
  6. Warndreieck aufstellen. Auf Autobahnen 150-400 Meter, auf Landstraßen 100 Meter und innerorts 50 Meter von Ihrem Auto entfernt. Um die Entfernung richtig einzuschätzen können Sie beispielsweise Schritte zählen oder Leitpfosten als Orientierungshilfen nehmen - diese sind alle 50 Meter aufgestellt.
  7. Abstand zur Fahrbahn halten und den Verkehr stets im Blick behalten
  8. Jetzt können Sie sich der Panne widmen und nach Bedarf einen Pannendienst rufen
  9. Suchen Sie sich einen sicheren Warteplatz (bestensfalls hinter der Leitplanke)

Autopanne im Ausland

Es ist nicht unüblich die Fahrt in den Urlaub auch ins Ausland mit dem Auto oder dem Camper zu unternehmen. Damit Sie wissen, was Sie im Fall einer Panne zu tun haben, sollten Sie sich unbedingt vor Fahrtantritt mit den Vorschriften des jeweiligen Landes vertraut machen. Auch im Ausland ist ein gewisses Verhalten und mitführen von Sicherheitsinventar vorgeschrieben, dieses kann jedoch zu den Vorschriften in Deutschland variieren.

Wenn Sie keinen Schutzbrief besitzen, können Sie sich im europäischen Ausland auf die Telefonnummer 112 verlassen.

Um richtig kommunizieren zu können, ist es außerdem ratsam, einige hilfreiche Vokabeln parat zu haben.


Reifenpanne – was kann ich tun?

Die Reifenpanne gehört zu den häufigsten Pannenarten im Straßenverkehr. Noch ärgerlicher, wenn eine solche Panne auf dem Weg in den Urlaub passiert. Bei einer Reifenpanne haben Sie verschiedene Möglichkeiten zu reagieren. Zunächst einmal sollten Sie alle vorher beschriebenen Punkte zum Verhalten bei einer Panne einhalten. Hinzu kommt, dass Sie bei einer Reifenpanne starkes Bremsen vermeiden sollten um den Reifen nicht zusätzlich zu belasten. Sobald Sie Ihr Fahrzeug abgesichert und alle Sicherheitsmaßnahmen ausgeführt haben können Sie sich den Reifenschaden genauer ansehen um zu entscheiden, wie Sie weiter vorgehen.

Ersatzreifen

Sie haben einen Ersatzreifen dabei? Das kann ein Vorteil sein, wenn Sie in der Lage sind den Reifen zu montieren. Gerade bei größeren Fahrzeugen und Wohnmobilen kann dies sehr schwierig sein. Hinzu kommt, dass Sie zunächst einmal wissen sollten, welche Art von Rad Sie mitführen.

Vollwertiger Reifen

Ihr Ersatzrad ist ein vollwertiger Reifen? Diesen können Sie mithilfe des Wagenhebers montieren wie bei einem normalen Reifenwechsel. Aber Achtung: einen Reifen sollten Sie nur dann montieren, wenn Sie Erfahrung bzw. das nötige Know-How dazu haben. Infos dazu finden Sie in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.

Notreifen

Oftmals dient als Ersatzrad ein sogenannter Notreifen. Dieser ist leichter und schmaler als ein herkömmlicher Reifen. Dieser kann selbst montiert werden – anschließend sollte aber sofort der nächstgelegene Reifenhändler aufgesucht werden. Mit einem Notreifen sollten Sie maximal 80 km/h fahren.

Pannenhilfe-Set

Um Platz und Gewicht zu sparen haben die meisten Fahrzeuge mittlerweile anstelle eines Ersatzreifens ein Pannenhilfe-Set an Bord. Mit einem solchen Set, bestehend aus Dichtmittel und Kompressor, lassen sich zumindest kleine Stichverletzungen und Risse kurzfristig abdichten.

Aber Vorsicht! Ein mit Dichtmittel behandelter Reifen ist auf Dauer nicht im Straßenverkehr zulässig. Lediglich die Fahrt zur nächsten Werkstatt ist erlaubt. Außerdem sollten Sie wissen, dass der Reifen in der Werkstatt nicht mehr repariert werden darf. Ein Austausch ist daher unumgänglich.

Runflat-Reifen

RFT-Reifen sind spezielle Reifen, die auch bei einem Absinken des Reifenluftdrucks noch verkehrstauglich bleiben und aufgrund ihrer erheblich verstärkten Seitenwände das Gewicht des Fahrzeugs auch im Pannenfall weitertragen können. Wenn Ihr Fahrzeug also mit solchen Runflat-Reifen ausgestatten ist können Sie im Falle einer Panne mit einer Geschwindigkeit von maximal 80 km/h die nächste Werkstatt aufsuchen. Sie sollten allerdings nicht mehr als 80km mit dem beschädigten Reifen zurücklegen. Runflatreifen sind meist mit einem RFT oder RFOT gekennzeichnet (je nach Hersteller sind auch andere Kennzeichnungen möglich).

Anruf Pannendienst

Es ist unmöglich mit dem beschädigten Reifen weiterzufahren und Sie haben keine Möglichkeit den Schaden selbst vorübergehend zu beheben? Dann hilft nur der Anruf beim Pannendienst.


Wie erkenne ich eine Reifenpanne?

Bei einem plötzlichen Druckabfall während der Fahrt verliert der Fahrer sofort die Kontrolle über sein Fahrzeug. Versuchen Sie in diesem Fall, das Lenkrad festzuhalten und das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen. In einem solchen Fall muss der Reifen unverzüglich gewechselt werden.

Eine Reifenpanne bahnt sich jedoch meist schleichend an. Die Luft im Reifen entweicht langsam nach und nach (zum Beispiel durch einen eingefahrenen Fremdkörper, der im Reifen steckt). Wenn Ihr Fahrzeug über ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS bzw. TPMS) verfügt, meldet das System am Bordcomputer, wenn der Druck in einem der Reifen abnimmt. Außerdem können Sie einen Druckabfall am Fahrverhalten und den Geräuschen erkennen:

  • Warnung über das verbaute RDKS (falls vorhanden)
  • Laute Abrollgeräusche der Räder
  • Weitere ungewöhnliche Geräusche, wie zum Beispiel ein klackern beim Fahren
  • Das Auto gerät ins schwimmen
  • Die Lenkung ist unpräzise (wenn Sie Ihr Lenkrad loslassen, zieht das Auto zur Seite)

Wie kann ich eine Reifenpanne verhindern?

Die meisten Reifenpannen lassen sich in der Regel nicht vermeiden, aber mit den folgenden Tipps können Sie das Risiko einer Panne verringern.

  • Lassen Sie Ihre Reifen regelmäßig von einem Experten kontrollieren – unsere Experten von Pneuhage unterziehen Ihre Reifen gerne einer Sichtkontrolle.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Reifenprofil auf Glasscherben oder andere Fremdkörper
  • Achten Sie stets auf den korrekten Reifendruck (ggfs. auch beim Ersatzreifen)
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