Reifenlexikon F

Fabrikatsbindung

Bis zum Februar 2000 stand in vielen Kfz-Scheinen neben der Reifengröße auch die Angabe der zu verwendenden Reifenmarke und Profilausführung, das heißt Handel und Endverbraucher waren an bestimmte Reifenfabrikate und Typen gebunden. Die im Fahrzeugschein angegebene Reifenausführung wurde von den Fahrzeugherstellern in Bezug auf Fahrverhalten und Freigängigkeit geprüft und somit als unbedenklich freigegeben. Auf Grund eines Beschwerdeverfahrens der Europäischen Kommission hat das BMVBW (Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen) das KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) angewiesen, mit Wirkung vom 01.03.2000 auf Eintragung von Reifen-Fabrikatsbindungen bei Neufahrzeugen zu verzichten. Die vorhandenen Eintragungen verlieren zu diesem Termin ihre rechtliche Verbindlichkeit und sind nur noch als Empfehlungen zu betrachten. Dies gilt für Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Reifen aller Geschwindigkeitsbereiche einschließlich ZR. Bei Motorrädern besteht weiterhin eine eingeschränkte Fabrikatsbindung, das bedeutet im Fall der Umbereifung ist dann die Herstellerbescheinigung des Motorrad- oder Reifenherstellers mit sich zu führen. Kommen Sie zu Pneuhage, unsere Servicekräfte informieren und beraten Sie gerne rund um dieses Thema.

Fahrphysik

Über die Aufstandsfläche der Reifen, also bei einem Auto 4x die Fläche einer Postkarte, müssen sehr hohe Kräfte vom Fahrzeug auf die Straße übertragen werden. Die Kraft wird durch Reibung auf den Boden gebracht und ist abhängig von der senkrecht auf die Unterlage ausgeübten "Normalkraft" und von der Materialpaarung zwischen der Unterlage und der dort aufliegenden Körperseite. Reibung beeinflusst die Fahrphysik beim Anfahren und Beschleunigen, insbesondere aber auch beim Bremsen (Längskräfte), in Kurven (Quer- oder Seitenkräfte) und sogar bei Seitenwind (horizontale Kräfte). In der Reifenentwicklung wird die physikalische Wirkung durch die Laufflächenmischung oder die Profilgestaltung beeinflusst, wobei die mögliche Kraftübertragung auch von äußeren Faktoren, wie zum Beispiel Fahrbahnbeschaffenheit, Geschwindigkeit und Witterung abhängig ist, worauf die Reifenentwickler keinen direkten Einfluss haben.

Fahrwerksgeometrie

Zur Fahrwerksgeometrie zählen unter anderem Sturz, Spur und Nachlauf. Nur korrekte Sturz-, Spur- und Nachlaufwerte garantieren sicheres Fahrverhalten und einen sauberen Reifenabrieb. Nach Unfällen oder bei einer Umrüstung auf neue, größere Reifen empfiehlt sich die Überprüfung dieser Werte, beziehungsweise ist sogar unerlässlich. Den Service der Achsvermessung mit anschliesender Spureinstellung erhalten Sie in fast jeder Filiale der Pneuhage Reifendienste.

Feinwuchten

Hierbei werden die Restunwuchten, die durch geänderte Radzentrierung, Nabe und Bremsscheibe auftreten direkt am Fahrzeug ausgeglichen. Pneuhage empfiehlt ein Feinwuchten an allen vier Rädern. Wir verfügen über die Technik und das geschulte Personal.

Flanke

Die Seitenwand, auch Flanke genannt, ist ein sehr empfindliches Bauteil. Sie beeinflusst maßgeblich Fahreigenschaft und Reifenkomfort. Je niedriger die Flanke gebaut ist, desto stabiler ist zwar das Fahrverhalten, allerdings nimmt mit geringen Einbußen der Fahrkomfort ab. Das Maß der Flanke wird in der Reifenbezeichnung hinter dem Schrägstrich angezeigt (zum Beispiel 205/55 R 16), und bezeichnet das Verhältnis der Seitenwandhöhe zur Reifenbreite. In Extremsituationen, wie beim Überfahren eines Bordsteins, können die in der Flanke liegenden Karkassenfäden gequetscht und stark beschädigt werden. Wann und in welcher Situation ein derartiger Defekt folgenschwer in Erscheinung tritt, ist nicht vorherzusagen und damit umso gefährlicher. Über seine physikalischen Eigenschaften hinaus enthält die Flankenbeschriftung alle Informationen über Art, Herkunft, Alter, und Produktionsstätte und Dimension des Reifens. Ein regelmäßiger Check der Flanken auf Beschädigung schützt Sie vor ungebetenen Pannen. Wir bei Pneuhage stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

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