Reifenlexikon A

Abrieb

Er entsteht beim alltäglichen Fahren und Bremsen mit dem Auto. Die Oberfläche des Reifens nutzt sich ab, man spricht hierbei vom Abrieb oder Verschleiß.

Abriebsbild

Das Abriebsbild eines Reifens liefert nützliche Hinweise, bspw. auf Fehleinstellungen am Fahrwerk oder auf falschen Luftdruck. Wir empfehlen: Lassen Sie die Reifen alle 10.000 km durch einen Fachmann bei Pneuhage kontrollieren. Die regelmäßige Überprüfung des Luftdrucks der Reifen sollte für jeden Autofahrer eine Routineaufgabe sein.

Abrollumfang

Als Abrollumfang bezeichnet man die mit einem Reifen zurückgelegte Strecke bei genau einer Radumdrehung. Dieser Umfang ist abhängig vom Reifendurchmesser. Er beeinflusst direkt die Getriebeübersetzung sowie den Tachoantrieb. Weicht der Abrollumfang einer Umbereifung stark ab, muss die Tachoanzeige geprüft und evtl. korrigiert werden. Ausgehend vom Serienreifen hat ein Pneu mit kleinerem Abrollumfang eine Tendenz zu kürzerer Übersetzung. Die Beschleunigung wird positiv beeinflusst, bei hoher Geschwindigkeit aber könnte sich der Drehzahlmesser durchaus im roten Bereich bewegen. Beim Kauf neuer Felgen mit neuen, ggf. größeren Reifen ist der Aspekt des Abrollumfangs besonders zu beachten. Unser Pneuhage Fachpersonal berät Sie dahingehend selbstverständlich gerne!

Achsposition

Die Achsposition spielt besonders beim Reifenwechsel eine Rolle. Sie gibt an, wo ein Reifen eingesetzt wurde und jetzt eingesetzt werden soll. Die Kräfte, die auf die Fahrbahn übertragen werden müssen, sind auf der Lenkachse anders als auf der Antriebsachse und hängen darüber hinaus auch von der Antriebsart (Front-, Heck- oder Allradantrieb) ab. Als Sicherheit gilt: Die besseren Reifen mit höherer Profiltiefe sollten auf die Hinterachse. Um eine gleichmäßige Abnutzung der Reifen zu erreichen, können die Radpositionen verändert werden. Auch das Umstecken über Kreuz (VL nach HR usw.) kann bei nicht laufrichtungsgebundenen Reifen, die Abnutzung verbessern. Siehe auch Sägezahnbildung.

Alterung

Reifen altern aufgrund physikalischer und chemischer Prozesse, beispielsweise durch Witterungseinflüsse wie UV-Licht, Feuchtigkeit, sowie extrem hohen oder niedrigen Temperaturen. Dadurch verändern sich Elastizität und Haftfähigkeit des Reifens. Das gilt auch für nicht oder wenig benutzte Reifen. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, werden dem Material Substanzen zugegeben, die den Alterungsprozess stark verlangsamen. Damit ist gewährleistet, dass auch ein, mehrere Jahre (maximal 5 Jahre) sachgemäß gelagerter Reifen der Spezifikation eines Neureifens entspricht und in seiner Verwendungstauglichkeit nicht beeinträchtigt ist. Auch Pneuhage empfiehlt: Alle 10 Jahre sind Reifen zu ersetzten, bei Fahrzeugen mit längeren Standzeiten, beispielsweise Wohnwägen, Anhänger oder anderen Standfahrtzeugen, bereits nach 6 Jahren.

Anforderungsprofil

Eine Vielzahl von Eigenschaften, die ein Reifen einmal haben soll, wird bereits in der Entwicklungsphase festgelegt. Die Anforderungen reichen von Brems-, Aquaplaning und Handlingeigenschaften über Abriebfestigkeit und Komfortverhalten bis hin zu Geräuschentwicklung und Rollwiderstand, außerdem sollen die Reifen möglichst leicht sein. Letztendlich gilt: Jeder Reifen hat die ihm zugeordnete Traglast und max. Geschwindigkeit des Fahrzeugs (plus TÜV-Toleranz) zu erfüllen, d.h. das Auto, das auf ihm lastet, zu tragen. Dabei muss die maximale Summe der Antriebs-, Brems- und Seitenkräfte bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen sicher auf die Straße übertragen werden.

Aquaplaning

Aquaplaning setzt dann ein, wenn bei Nässe jeglicher Kontakt vom Reifen zur Fahrbahn abreißt, also die Räder auf dem Wasserfilm der Straße aufschwimmen. Das kann bereits bei geringer Geschwindigkeit passieren, wenn der Wasserfilm entsprechend hoch, und der Straßenbelag sehr glatt oder das Profil weitgehend verschlissen ist. Aber auch bei geringen Wasserhöhen und bei entsprechend hoher Geschwindigkeit kann Aquaplaning einsetzen. Um die Gefahr unter diesen Bedingungen zu reduzieren, wird der Negativanteil des Profils erhöht. Darüber hinaus kann durch eine geeignete Gummimischung in der Lauffläche eine bessere Nassrutschfestigkeit erreicht werden. Ein guter Reifen sollte letztendlich in der Lage sein, möglichst große Mengen von Wasser zu verdrängen.

Asymmetrisches Profil

Beim asymmetrischen Profil wurden unterschiedliche Profileigenschaften in einem Reifen vereint. An der Außenseite weisen diese Reifen zumeist eine geschlossene Schulter auf, die zu erhöhter Blocksteifigkeit und infolge dessen zu einer verbesserten Kurvenstabilität führt. Der offene, zur Innenschulter hin verlaufende Profilbereich dagegen übernimmt die Aufgabe der schnellen Wasserableitung. Reifen mit asymmetrischem Profil können beliebig auf dem Fahrzeug montiert werden, sie haben nur eine vorgeschriebene Innen- bzw. Außenseite.

Aufstandsfläche

Die Aufstandsfläche ist der Bereich des Reifens, der den Kontakt zur Fahrbahn herstellt. Die Aufstandsfläche ist bei Fahrt nicht größer als die Fläche einer Postkarte, was den hohen Stellenwert des Reifens als Sicherheitskomponente am Fahrzeug deutlich unterstreicht.

Auswuchten

Aufgrund von Ungleichgewichten am Rad-Reifen-System durch unterschiedliche Massenverteilung muss ein montierter Reifen ausgewuchtet werden, um einen optimalen Rundlauf zu gewährleisten. Hierzu werden kleine Gewichte an der Felge angebracht. Schlecht ausgewuchtete oder nicht ausgewuchtete Räder beanspruchen Reifen, Radlager und Radaufhängung übermäßig. Exaktes Auswuchten – für Pneuhage kein Problem – Dank geschultem Personal und modernster Technik.

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